König Drosselbart

Stück von Peter Hauser, frei nach Gebrüder Grimm:
... es war einmal ein König, der war von seinem Haushofmarschall zur Marionette gemacht worden. Das tägliche höfische Ritual dreht sich um des Königs Leidenschaft für das Schachspiel sowie um die Bedürfnisse der verwöhnten Prinzessin. Um endgültig die Macht zu gewinnen, strebt der Haushofmarschall seine Vermählung mit der Prinzessin an - zum Argwohn der höfischen Gesellschaft.
… bis ein fremder König das Schloss betritt, der ebenfalls um die Hand der schönen Prinzessin anhält.
... ein ungleicher Kampf um Macht, Intrige und Liebe entbrennt!
… mit welchen Folgen zeigte das Stück aus der Haller TheaterWerkstatt.
Die elfte und letzte Aufführung war am 20.Februar 2011.
Das Märchen zeigt den Reifungsweg des Menschen auf.Hanni NeubauerDeutung des Märchens:
Das Märchen vom KÖNIG DROSSELBARTgehört sicher nicht zu den bekanntesten der Grimmschen Märchensammlung. (Oft aber dann zu den geliebtesten, Anm. d.Red.) ...
Da ist die Rede von einer Königstochter voll Stolz und Hochmut. Keiner der Freier kann es ihr recht machen. Ja, sie verspottet sie gar auf übelste Weise. Doch "Hochmut kommt vor dem Fall". Um Lebensreife zu erlangen, führt ihr weiterer Lebensweg tief hinunter. Sie muss sozusagen erst einmal auf der ganzen Linie scheitern, bis schließlich alles zerbrochen ist. Im Märchen wird das bildlich durch die zerbrochenen Töpfe und das zerrissene Band zum Ausdruck gebracht. Ihr ganzes Leben ist ein Scherbenhaufen. Sie wird zum Gespött der Leute. Doch an diesem Tiefpunkt beginnt für sie die Erlösung. "Scherben bringen Glück", sagt das Sprichwort. Erst als aller Hochmut und Stolz kaputt gegangen waren, ist die Zeit für einen Neuanfang und ein gelingendes Leben in Beziehung möglich.
So schildert auch dieses Märchen einen Entwicklungsweg aus dem Elend heraus. Es sagt uns: So ist es zwar, aber diese Probleme sind notwendiger Anstoß und notwendige Herausforderung zur Entwicklung, die zur persönlichen Reife und zur erwachsenen Liebesfähigkeit führen.
Auch in der Kinderwelt ist vieles zum Scheitern verurteilt, ob aus eigener Willkür oder durch gegebene Umstände. Nicht alles geht im Leben glatt: Unglück, Krankheit, Enttäuschungen gehören nun mal zum Leben dazu. So erleben und erleiden nicht selten Kinder den Bruch der elterlichen Beziehung. Freundschaften werden auf die Probe gestellt. Ebenso scheitern Kinder an zu hohen Ansprüchen und Erwartungen, die Eltern oder die Gesellschaft an sie stellen. In all diesen Fällen will das Märchen vom KÖNIG DROSSELBART Mut machen, dass nichts so vergebens sein kann, dass nicht ein Neuanfang möglich wäre.
aus Märchen erzählen, deuten, gestalten, spielen von Franz Kett
Fantasiereiches und humorvolles Theater aus der TheaterWerkstatt Schwäbisch Hall.
Es spielten:
| König |
Rainer Möck |
| Haushofmarschall |
Beate Meier-Lang |
| Prinzessin |
Stephanie Lude |
| Drosselbart - Bettler |
Hanna Feucht |
| Haushofdame |
Ulrike Felis |
| Pipp |
Antje Mertens |
| Papp |
Elke Feucht |
| Sina |
Sabrina Morgenstern |
| Trina |
Julia Lukas |
| |
|
| Text und Regie |
Peter Hauser |
| Lichttechnik |
Michael Hieke |
| Bühnenbild |
Ekkehard Felis, Renate Herterich und Ensemble |
| Plakat |
Gabriele Scherrer |
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Herzlich WillkommenBeginn: 12.02.2012, 16:00
Ort: Theatersaal, Altes Schlachthaus
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